Achtung Pyjama-Falle

Nachts nackig – so gesund ist es wirklich

Was gemütlich wirkt, ist nicht immer gesund: Manche Textilmaterialien arbeiten nämlich nachts gegen deinen Körper.
Heute Life
21.06.2026, 14:56
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Fenster gekippt oder fest verschlossen, Hörspiel oder absolute Stille, stockdunkel oder mit Nachtlicht – beim Schlafen hat jeder seine ganz eigenen Vorlieben. Doch kaum ein Thema spaltet so sehr wie die Frage nach der richtigen Nachtwäsche. Pyjama, Unterwäsche oder doch ganz ohne Stoff? Immer wieder heißt es: Nackt schlafen soll gesünder sein. Aber stimmt das wirklich?

Was passiert, wenn wir mit Unterwäsche schlafen?

Viele Menschen tragen auch nachts enge Unterhosen – oft aus Gewohnheit. Doch genau das kann problematisch sein. Vor allem synthetische Materialien wie Polyester oder Elastan sind wenig atmungsaktiv: Sie können die Luftzirkulation im Intimbereich einschränken und Feuchtigkeit stauen. Das wiederum kann die natürliche Vaginalflora aus dem Gleichgewicht bringen.

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Ärztin Sri Manivannan weist in einem TikTok-Video darauf hin, dass mangelnde Belüftung die Entstehung von Infektionen begünstigen kann: Besonders bei enger Unterwäsche entsteht ein warmes, feuchtes Milieu – ideale Bedingungen für Bakterien oder Pilze. Wer häufig unter Reizungen oder Infektionen leidet, sollte daher überdenken, was nachts direkt auf der Haut liegt.

Nackt schlafen: Welche Vorteile gibt es?

Tatsächlich kann es für die Intimgesundheit sinnvoll sein, nachts auf Unterwäsche zu verzichten: Ohne engen Stoff wird die natürliche Belüftung gefördert, Feuchtigkeit kann besser verdunsten und die Haut wird weniger gereizt. Viele berichten zudem von einem angenehmeren Körpergefühl und besserer Temperaturregulation.

Denn auch für den gesamten Organismus spielt die richtige Schlafumgebung eine Rolle: Der Körper kühlt nachts leicht ab – ein natürlicher Prozess, der das Einschlafen unterstützt. Enge oder synthetische Kleidung kann diesen Mechanismus stören, während luftige oder fehlende Stoffschichten die Wärmeregulierung erleichtern.

Welche Kleidung ist nachts sinnvoll?

Wer sich beim Gedanken an "oben ohne" im Bett unwohl fühlt, muss nicht zwingend komplett auf Nachtwäsche verzichten. Entscheidend ist das Material: Baumwolle, Seide oder Viskose gelten als besonders hautfreundlich und atmungsaktiv. Sie nehmen Feuchtigkeit auf und lassen Luft zirkulieren, ohne die empfindliche Haut zu belasten.

Eine lockere Pyjamahose, Boxershorts oder ein klassisches Nachthemd können eine gute Alternative sein. Wichtig ist vor allem, dass nichts einschneidet oder Druck ausübt. Der Grundsatz lautet: Je luftiger, desto besser für die Haut.

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Und was gilt während der Periode?

Während der Menstruation steht für viele vor allem eines im Vordergrund: Sicherheit. Niemand möchte morgens böse Überraschungen erleben. Hier kann spezielle Periodenunterwäsche helfen. Sie nimmt Flüssigkeit auf, hält die Haut trocken und bietet zusätzlichen Schutz – auch nachts.

Wer Tampons oder Menstruationstassen verwendet, sollte diese regelmäßig wechseln und auf Hygiene achten. Grundsätzlich gilt jedoch: Auch während der Periode ist atmungsaktive, nicht einengende Kleidung die bessere Wahl.

Ob nackt oder im Pyjama – die wichtigste Regel lautet: Der Schlaf muss erholsam sein. Wer sich unwohl fühlt oder friert, schläft schlechter. Und schlechter Schlaf wirkt sich langfristig negativ auf das Immunsystem, den Hormonhaushalt und die mentale Gesundheit aus.

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