Tempo 30 ist nicht gleich Tempo-30-Zone. Der Unterschied klingt klein, kann im Alltag aber entscheidend sein. Wer in eine Tempo-30-Zone einfährt, bekommt die Begrenzung nämlich nicht an jeder Kreuzung erneut angezeigt.
Gerade in Wohngebieten kann das leicht zu Missverständnissen führen. Wer nach mehreren Einmündungen kein weiteres Tempo-30-Schild sieht, sollte nicht daraus schließen, dass wieder Tempo 50 gilt.
Wie "Chip" unter Berufung auf den ADAC berichtet, wird eine Tempo-30-Zone nur am Anfang und am Ende mit entsprechenden Schildern gekennzeichnet. Innerhalb des Bereichs gilt Tempo 30 auf allen Straßen.
Bei einer normalen Tempo-30-Beschränkung handelt es sich meist um eine streckenbezogene Regelung. Sie gilt für einen bestimmten Abschnitt, etwa vor einer Schule oder an einer gefährlichen Kreuzung. Solche Tempolimits werden durch ein rundes Schild mit rotem Rand angezeigt.
Anders ist es in einer Tempo-30-Zone. Dort markiert ein rechteckiges Zonenschild den Beginn des gesamten Bereichs. Am Ende steht die grau hinterlegte, durchgestrichene Variante. Dazwischen wird das Schild nicht wiederholt.
Tempo-30-Zonen sollen vor allem Wohngebiete beruhigen. Laut ADAC kommen sie abseits von Hauptverkehrsstraßen infrage, wenn der Durchgangsverkehr dort nur eine geringe Bedeutung hat. Häufig gilt innerhalb der Zone rechts vor links. Außerdem gibt es dort in der Regel keine Ampeln, keine Mittellinien und keine benutzungspflichtigen Radwege.
Ein häufiger Irrtum: Tempoverstöße in einer Tempo-30-Zone werden nicht automatisch härter bestraft als andere Geschwindigkeitsverstöße innerorts. Wer in einer Tempo-30-Zone mit 50 km/h geblitzt wird, überschreitet die erlaubte Geschwindigkeit um 20 km/h. Dafür drohen 70 Euro Bußgeld.
Teurer wird es ab 21 km/h zu viel. Dann kommen neben dem Bußgeld etwa in Deutschland auch Punkte hinzu. Ab höheren Überschreitungen kann außerdem ein Fahrverbot folgen.