Kosten für Österreichs Lenker

Auto für viele unverzichtbar – aber auch kaum leistbar

Für die meisten Österreicher ist das Auto unverzichtbar – gleichzeitig wird es wegen der hohen Kosten für viele immer mehr zum Luxus.
Maxim Zdziarski
12.07.2026, 15:23
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Für die meisten Österreicher ist das eigene Auto aus dem Alltag nicht wegzudenken. Gleichzeitig wird der fahrbare Untersatz aber immer mehr zum Luxus. Das zeigt eine neue Studie von Onlinecars und OpinionWay mit mehr als 7.000 Befragten in sieben europäischen Ländern.

Im Rahmen des neuen europäischen Onlinecars Barometers wurden insgesamt 7.036 Autofahrer in sieben Ländern befragt, darunter 1.014 Personen in Österreich. Das Ergebnis: Die heimischen Lenker hängen stark am eigenen Auto, leiden aber gleichzeitig massiv unter den steigenden Kosten.

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Auto ist Luxus – aber kaum ersetzbar

Laut der Umfrage sehen mittlerweile 81 Prozent der Österreicher ihr Auto als Luxusgut. Trotzdem geben 90 Prozent an, dass sie ohne eigenes Fahrzeug nicht so mobil wären, wie sie es sich wünschen.

Dass Autofahren immer teurer wird, spüren fast alle Befragten: 96 Prozent empfinden Mobilität als zunehmend kostspielig. Gleichzeitig rechnen 92 Prozent damit, dass internationale Spannungen die Spritpreise auch künftig dauerhaft beeinflussen werden.

Entsprechend groß ist der Wunsch nach Entlastung. 91 Prozent sprechen sich für einen Preisdeckel bei Treibstoffen aus, 85 Prozent befürworten eine befristete Senkung der Mineralölsteuer.

Österreich zahlt europaweit am meisten

Mit durchschnittlich 443 Euro pro Monat geben die Österreicher für die Finanzierung eines Neuwagens am meisten unter allen sieben untersuchten Ländern aus. Zum Vergleich: In Deutschland sind es durchschnittlich 387 Euro, in Frankreich 283 Euro.

Die hohen Kosten führen bereits zu Einsparungen. 62 Prozent der Befragten haben nicht notwendige Autofahrten reduziert. 39 Prozent verschoben den Kauf eines anderen Autos, während 28 Prozent nicht dringende Wartungen oder Reparaturen auf später verlegten.

Vor allem junge Menschen stehen unter Druck. Für 70 Prozent der 18- bis 24-Jährigen ist das Auto der größte Budgetposten. Bei den über 65-Jährigen sagen das hingegen nur 30 Prozent.

E-Auto? Österreich bleibt skeptisch

Auch bei der Antriebswahl zeigt sich Österreich zurückhaltend. Lediglich 50 Prozent würden beim nächsten Autokauf einen Elektro- oder Hybridantrieb in Betracht ziehen – das ist der niedrigste Wert aller sieben untersuchten Länder.

Für Martin Oraze, Head of Sales der Onlinecars Vertriebs GmbH, senden die Ergebnisse eine klare Botschaft: "Österreich zeigt ein klares Bild: Hohe Verbundenheit mit dem Verbrenner und überdurchschnittliche Kaufkraft treffen auf hohen Kostendruck und Skepsis im Hinblick auf die Zukunft. Das ist kein Widerspruch, sondern eine klare Botschaft: Unsere Kunden wollen Verlässlichkeit, Transparenz und faire Preise."

58 Prozent begrüßen zudem, dass das geplante Verbot für den Verkauf neuer Verbrenner ab 2035 nicht umgesetzt wird.

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