Mief, Nässe & Co

Winter-No-Go! Diese Auto-Taste solltest du nie drücken

Im Sommer kann die Umluft-Funktion im Auto ganz praktisch sein – doch sobald es draußen kalt wird, wird sie schnell zum Problem.
Heute Life
13.02.2026, 14:44
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Kaum ist im Winter endlich der Motor gestartet, die Scheiben mühsam freigekratzt und die Finger wieder halbwegs aufgetaut, folgt schon der nächste Ärger: Die Frontscheibe beschlägt – von innen. Die Sicht wird milchig, das Fahren zur Geduldsprobe. Viele drücken dann reflexartig zu einem bestimmten Knopf, doch dieser kann alles noch verschlimmern.

Warum beschlagen die Scheiben überhaupt?

Das Phänomen ist schnell erklärt: Im Auto sammelt sich warme, feuchte Luft. Trifft sie auf die eiskalte Scheibe, kühlt sie dort abrupt ab. Kalte Luft kann jedoch deutlich weniger Feuchtigkeit speichern – das Wasser schlägt sich als feiner Nebel nieder (= Kondensation).

Gerade im Winter ist der Temperaturunterschied zwischen Innenraum und Außenluft besonders groß. Dazu kommt: Jacken, Schuhe oder Taschen sind oft nass von Schnee und Regen. Weil bei Kälte seltener gelüftet wird, bleibt die Feuchtigkeit länger im Wagen. Das Resultat: beschlagene Scheiben – und schlechte Sicht.

Heizen ja – aber bitte ohne Umluft

Die Umluft-Taste erkennst du meist an einem Symbol mit einem runden Pfeil – oft im Umriss eines Autos. Viele Autofahrer glauben, mit dem Knopf schneller für klare Sicht sorgen zu können, doch der hilft nicht wirklich: Ist die Taste aktiviert, wird keine frische Luft von außen angesaugt. Stattdessen zirkuliert die vorhandene Luft nur im Innenraum.

Was im Sommer bei Hitze, bei unangenehmen Gerüchen oder im Tunnel sinnvoll ist, ist im Winter genau das Falsche. Denn: Die warme, feuchte Luft bleibt im Auto. Sie wird immer wieder an die kalte Scheibe geführt – und kondensiert erneut. Die Scheiben beschlagen schneller oder werden gar nicht richtig klar. Im schlimmsten Fall beginnt das Auto dann auch noch zu müffeln.

So verhinderst du Feuchtigkeit im Auto

Damit die Scheiben nicht dauernd anlaufen, solltest du Feuchtigkeit im Auto vermeiden. Dazu hilft: regelmäßig lüften, nasse Jacken, Schuhe oder Schirme nicht im Auto liegen lassen und bei Bedarf sogar einen Luftentfeuchter verwenden. Du kannst auch zu Hausmitteln wie Katzenstreu oder Silica-Gel-Kugeln greifen – die binden die Feuchtigkeit. Gummimatten statt Stoffmatten nehmen übrigens weniger Wasser auf und helfen dir zusätzlich.

Im Winter solltest du nicht nur die Heizung voll aufdrehen, sondern auch die Klimaanlage einschalten – die entzieht der Luft nämlich zusätzlich Feuchtigkeit. Auch wenn es draußen kalt ist, hilft es, beim Losfahren die Fenster einen Spalt zu öffnen, damit die feuchte Luft raus kann. Je sauberer die Scheiben, desto weniger Feuchtigkeit bleibt übrigens haften.

Es gibt auch spezielle Anti-Beschlag-Sprays oder Tücher für die Scheiben. Ein Trick aus dem Alltag: Rasierschaum dünn auf die Scheibe auftragen und abwischen – das kann das Beschlagen verhindern.

Regelmäßige Wartung zahlt sich aus

Neben all diesen Tipps solltest du auch auf die Wartung deines Autos achten: Sind die Lüftungsschlitze frei? Funktioniert der Innenraumfilter noch? Und sind die Dichtungen an Türen und Fenstern in Ordnung? All das hilft, dass möglichst wenig Feuchtigkeit ins Wageninnere kommt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.02.2026, 16:28, 13.02.2026, 14:44
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen