Alkohol, Alltagsstress & Co

Diese 7 Schlaf-Killer können dein Leben verkürzen

Wer Nacht für Nacht zu wenig und schlecht schläft, zahlt langfristig einen hohen Preis – oft ohne es sofort zu merken.
Heute Life
21.01.2026, 06:06
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Wir wissen es eigentlich alle: Schlaf, Bewegung, Ernährung – das sind die großen Stellschrauben für ein gesundes Leben. Und trotzdem handeln wir im Alltag oft genau dagegen. Nicht, weil wir "faul" sind, sondern weil Stress, Termine und Routinen oft überhandnehmen. Das Problem: Manche Gewohnheiten wirken harmlos, können sich aber über Jahre negativ auf die Gesundheit auswirken.

Der wichtigste Faktor für's Leben

Für eine neue Studie werteten Forscher landesweite Gesundheitsdaten aus den USA aus. Monat für Monat wurden dabei zahlreiche Faktoren abgefragt, welche die Gesundheit beeinflussen können: Rauchgewohnheiten, Diät, chronische Erkrankungen – und auch der Schlafrhythmus.

Das überraschende Ergebnis: Schlaf war der stärkste Hinweis darauf, wie hoch die Lebenserwartung ist. Menschen, die regelmäßig sieben Stunden oder mehr schliefen, lebten statistisch häufiger länger als jene, die dauerhaft unter dieser Marke blieben.

Zwar zeigt die Analyse keinen direkten Beweis, dass weniger Schlaf automatisch das Leben verkürzt, doch Experten halten den Zusammenhang für plausibel. Denn ausreichend Schlaf hängt mit enorm vielen Gesundheitsfaktoren zusammen, vom Herz-Kreislauf-System über das Immunsystem bis hin zu Gewicht und Stimmung. Umso wichtiger ist es, die größten Schlaf-Killer zu erkennen und sie Schritt für Schritt aus dem Alltag zu streichen.

1. Du scrollst dich abends wach

"Doomscrolling" ist der moderne Schlafräuber schlechthin. Das Handy im Bett wirkt wie ein kleiner Wachmacher: Das Blaulicht stört die natürliche Melatonin-Produktion – und die Inhalte pushen oft noch Emotionen wie Stress, Ärger oder Nervosität. Ergebnis: Du bist körperlich müde, aber innerlich "aufgedreht".

2. Koffein zu spät eingenommen

Viele mögen denken, dass ein Kaffee am Nachmittag harmlos ist, doch Koffein bleibt länger im Körper, als man glaubt: Wer empfindlich reagiert, kann sogar Stunden später noch schlechter einschlafen oder leichter aufwachen. Wer vorhat, um 21 Uhr ins Bett zu gehen, sollte idealerweise um 16 Uhr oder früher auf Koffein verzichten.

3. Alkohol als Einschlafhilfe

Ein Glas Wein macht zwar oft schläfrig, doch die Schlafqualität leidet: Alkohol kann den wichtigen REM-Schlaf verzögern und dich insgesamt unruhiger schlafen. Man mag vielleicht schneller einschlafen – erholsamer ist der Nachtschlaf dadurch nicht. Viele wachen dann früh auf oder fühlen sich am Morgen wie "gerädert", obwohl sie eigentlich genug Stunden im Bett verbracht haben.

4. Kein Sport

Bewegung ist nicht nur gut für Herz und Kreislauf – sie hilft auch beim Schlaf: Wer sich tagsüber kaum bewegt, kommt abends oft schwerer runter. Schon moderate Aktivität kann helfen, schneller einzuschlafen und besser durchzuschlafen. Und: Sport wirkt wie ein natürlicher Stressabbau. Wer sie weglässt, merkt das oft an schlechter Laune, Anspannung und ein Energieloch.

5. Dein Terminkalender ist voll

Viele wollen alles: Vollzeit arbeiten, Familie managen, Sport machen, Freunde treffen, Haushalt erledigen – und am besten noch "Me-Time". Klingt gut, ist aber oft unmöglich. Das Resultat: Schlaf wird geopfert, weil er "flexibel" wirkt. Doch genau das rächt sich: Wer ständig zu wenig schläft, wird nicht produktiver, sondern auf Dauer erschöpfter, gereizter und anfälliger.

Das passiert mit deinem Körper, wenn du nicht schläfst

6. Am Wochenende ausschlafen

Unter der Woche zu wenig schlafen und am Wochenende den Schlaf "nachholen" klingt logisch, bringt aber den Körper durcheinander. Ein unregelmäßiger Rhythmus stresst den inneren Takt.

7. Schlaf hat keine Priorität

Viele verfallen laut Schlafforschern in die Denkweise, dass man mit weniger Schlaf "auskommt" und die gewonnene Zeit lieber für etwas "Produktiveres" oder Unterhaltsameres nutzt. Genau das sei aber ein gefährlicher Irrtum, betont Dr. Andrew W. McHill im "Self"-Interview: Chronischer Schlafmangel wird oft unterschätzt, weil man die Folgen nicht sofort merkt. Dabei ist Schlaf eine der wichtigsten Grundlagen für die Gesundheit – und sollte im Alltag genauso fix eingeplant werden wie gesunde Ernährung oder Bewegung.

{title && {title} } red, {title && {title} } 21.01.2026, 06:06
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