Der Tcson ist vor allem in Österreich eines der erfolgreichsten Modelle von Hyundai. Seit Jahren ist er aus dem SUV-Markt nicht mehr wegzudenken. Nun bekommt das beliebte Modell einen Nachfolger.
Optisch will Hyundai beim neuen Tucson einiges verändern. Unter dem Motto "The Boldest SUV" setzt die Marke auf die neue Designsprache "Art of Steel". Die Karosserie wirkt dadurch kräftiger und markanter. Besonders auffällig sind die neuen H-Leuchten an der Front und die dreidimensional gestalteten Heckleuchten.
Auch bei den Abmessungen legt der Tucson zu. Er ist jetzt 4,56 Meter lang, 1,90 Meter breit und 1,67 Meter hoch. Damit wächst er gegenüber dem Vorgänger um 50 Millimeter in der Länge, 35 Millimeter in der Breite und 20 Millimeter in der Höhe.
Daten und Fakten: Hyundai Tucson
Benziner: 1,6-Liter T-GDI, 150 PS
Hybrid: 245 PS / 380 Nm
Plug-in-Hybrid: bis zu 292 PS / 380 Nm
PHEV-Batterie: 17,1 kWh
Elektrische PHEV-Reichweite: bis zu 81 km
Anhängelast Hybrid: bis zu 1.910 kg
Anhängelast PHEV: bis zu 1.810 kg
Kofferraum: bis zu 695 Liter
Produktion Europa: Nošovice, Tschechien
Beim Innenraum geht Hyundai einen interessanten Weg. Statt das Cockpit mit immer mehr Bildschirmen vollzustopfen, soll der Tucson eher an einen modernen Wohnraum erinnern. Weiche Materialien und großzügig ausgeformte Polster sollen für eine hochwertigere Atmosphäre sorgen. Gleichzeitig bleiben wichtige Funktionen über physische Tasten erreichbar.
Je nach Ausstattung sind außerdem ein Ergo-Motion-Fahrersitz mit Massagefunktion, ein Komfortsitz mit Relaxfunktion und eine Drei-Zonen-Klimaautomatik erhältlich.
Das größte technische Update steckt im Infotainment. Hyundai setzt erstmals auf Pleos Connect, das auf Android Automotive OS basiert. Das zentrale Display ist je nach Ausstattung 12,9 oder 17 Zoll groß. Dazu kommt ein 9,9-Zoll-Digitaldisplay hinter dem Lenkrad.
Besonders interessant ist die neue Gleo-AI-Sprachsteuerung. Sie soll natürliche Sprache verstehen und kann unter anderem Fahrzeugfunktionen, Navigation und Online-Dienste bedienen. Durch die Internetanbindung soll die Kommunikation mit dem Auto deutlich natürlicher werden.
Updates können außerdem künftig over the air eingespielt werden. Ein digitaler Fahrzeugschlüssel ermöglicht es, den Tucson mit kompatiblen Smartphones oder Smartwatches zu öffnen und zu starten.
Bei aller Technik vergisst Hyundai den Alltag nicht. Der Tucson bietet bis zu 695 Liter Kofferraumvolumen. Auch als Zugfahrzeug macht er eine gute Figur. Der Hybrid darf bis zu 1.910 Kilogramm ziehen, beim Plug-in-Hybrid sind es bis zu 1.810 Kilogramm bei zwölf Prozent Steigung.
Für das Rangieren mit Anhänger gibt es den Trailer Reverse Assist, der beim Rückwärtsfahren die Lenkkontrolle unterstützt.
Beim Antrieb bleibt Hyundai breit aufgestellt. Angeboten wird ein 1,6-Liter-T-GDI-Benziner mit 150 PS. Er ist entweder mit Sechsgang-Schaltung oder als 48-Volt-Mildhybrid mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe erhältlich. Darüber rangiert der Hybrid mit 245 PS und 380 Nm.
Topmodell beim Thema Elektrifizierung ist der Plug-in-Hybrid. Er kombiniert ebenfalls einen 1,6-Liter-Turbobenziner mit einem Elektrosystem und kommt auf bis zu 292 PS und 380 Nm.
Die Batterie des PHEV fasst 17,1 kWh. Damit sollen – abhängig von der endgültigen Homologation und mit 17-Zoll-Rädern – bis zu 81 Kilometer rein elektrisch möglich sein.
Sieben Airbags gehören zum Sicherheitskonzept des neuen Tucson. Darunter befinden sich Front-, Seiten- und durchgehende Kopfairbags sowie ein zentraler Airbag zwischen Fahrer und Beifahrer.
Dazu kommen zahlreiche Assistenzsysteme aus der Hyundai-SmartSense-Familie. Dazu zählen unter anderem der Notbremsassistent FCA 2, der Autobahnassistent HDA 2, ein intelligenter Geschwindigkeitslimitassistent und ein navigationsbasierter Tempomat.
Neu ist außerdem eine kamerabasierte In-Cabin Monitoring Unit. Sie beobachtet unter anderem Blickrichtung und Aufmerksamkeit des Fahrers und soll mögliche Ermüdungserscheinungen frühzeitig erkennen.
Der neue Tucson wird für Europa im tschechischen Hyundai-Werk in Nošovice gebaut. Seit dem Start der ersten Generation im Jahr 2004 wurden in Europa bereits mehr als zwei Millionen Fahrzeuge verkauft.
2025 war der Tucson laut Hyundai außerdem das meistverkaufte Modell im privaten C-SUV-Segment Europas. Der neue Tucson soll diese Erfolgsgeschichte nun mit mehr Platz, mehr Technik und einem deutlich moderneren Innenraum fortsetzen. Endgültige Preise für den Österreichischen Markt stehen aktuell noch keine fest.